Europas
vergessene Kinder
Während Eltern zum Arbeiten ins Ausland gehen und der Krieg die Region erschüttert, bleiben in Moldawien unzählige Kinder allein zurück. Maxim und Lisa Friesen und ihr Team von "To All Nations" schenken den Kleinsten Schutz und neue Hoffnung.
Moldawien gilt statistisch als eines der wirtschaftlich ärmsten Länder Europas. Hinter den rein ökonomischen Kennzahlen verbergen sich tiefe gesellschaftliche Krisen, die vor allem die verletzlichste Gruppe der Bevölkerung treffen: Kinder. Nach offiziellen Erhebungen von UNICEF Moldawien, wachsen im Land Zehntausende Minderjährige als „zurückgelassene Kinder“ (children left behind) auf, da ihre Eltern aufgrund des akuten Mangels an Perspektiven im Ausland arbeiten. In der deutschen Berichterstattung und in den Länderanalysen der Don Bosco Mission wird für dieses Phänomen der Begriff „Sozialwaisen“ verwendet, um die schwerwiegenden Folgen dieser Form der Arbeitsmigration zu beschreiben.
Die Geschichte von Vania
Wie akut diese Not im Alltag spürbar wird, erlebten die Helfer des christlichen Hilfswerks „To All Nations e.V.“ in der südmoldawischen Kleinstadt Ceadîr-Lunga. Die Organisation betreibt dort unter anderem eine Kindertagesstätte und lernte dort den Jungen Vania kennen.
Vanias Mutter befand sich zur Arbeitssuche im Ausland. Sein älterer Bruder, selbst erst 17 Jahre alt, versuchte zwar, Verantwortung zu übernehmen, war mit der Situation jedoch völlig überfordert und hatte irgendwann keine Zeit mehr für seinen kleinen Bruder. Schließlich blieb Vania allein in einer Wohnung mit kalten Wänden, einem schmutzigen Boden und Kakerlaken zurück. Das Team vor Ort, das den Jungen bereits durch den Besuch der Kindertagesstätte kannte, entschloss sich zum sofortigen Handeln: Vania konnte kurzfristig von einer örtlichen Familie aufgenommen werden.
Aus dem anfänglichen Misstrauen des Kindes, das gelernt hatte, für sich selbst zu sorgen, entwickelte sich durch die Geduld der Helfer schrittweise Vertrauen. Für Vania entstand nach langer Zeit wieder ein Gefühl von Sicherheit und Zuhause.
Zufluchtsort für Kinder in akuten Krisen
Die intensiven Erfahrungen mit Vania verdeutlichten den Verantwortlichen, dass seine Lebenssituation kein Einzelfall war. Viele Kinder in der Region stehen durch Abwesenheit, plötzliche Erkrankung oder den Verlust der Eltern plötzlich schutzlos allein da. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand ein neues Kinderwohnheim in Ceadîr-Lunga.
To All Nations
Die Organisation sendet Mitarbeitende in zahlreiche Länder der Erde, um Menschen in Not zu helfen. „To All Nations“ ist ein Herzensprojekt von Energiestifter und profitiert von Strom- und Gasverträgen, die „To All Nations“ als Wunschprojekt ausgewählt haben.
„Die Arbeit ist untrennbar mit dem Schicksal der Menschen in der Ukraine verbunden“
Maxim und Lisa Friesen organisieren Hilfsprojekte in Moldawien und der Ukraine.
Grenzenlose Hilfe: Der Einsatz an der ukrainischen Front
Die Arbeit der Helfer in Ceadîr-Lunga ist untrennbar mit dem Schicksal der Menschen im benachbarten Kriegsgebiet der Ukraine verbunden. Das dort tätige Ehepaar Maxim und Lisa Friesen beschränkt seine Hilfe nicht auf moldawische Kinder. Unter der Initiative „Narnia Ukraine“ engagiert sich das Ehepaar auch direkt im Kriegsgebiet. Sie unternehmen regelmäßige, riskante Fahrten in ukrainische Frontgebiete, um ein osteuropäisches Kinderheim sowie mehrere Dörfer in unmittelbarer Frontnähe mit Hilfsgütern, Betreuung und Freizeiten zu unterstützen und den traumatisierten Kindern dort Hoffnung zu schenken.
https://to-all-nations.de/projekt_details/narnia-ukraine-83
Maxim und Lisa Friesen organisieren Hilfsprojekte in Moldawien und der Ukraine.
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